Plattform Bienenzukunft

Bienen bewegen – in Fachkreisen, Politik und Bevölkerung. Bienen sind wichtig für die Biodiversität und die Wirtschaft. Ihre Zukunft ist aber nicht gesichert.

Sehr viele Fachleute aus der Praxis können einen direkten Beitrag zu Vielfalt, Gesundheit und Lebensraum von Honig- und Wildbienen leisten. Ihnen will die Plattform Bienenzukunft konkrete, umsetzbare Empfehlungen geben und wissenschaftlich verifiziertes Wissen zur Verfügung stellen.

Worum es geht

Das Projekt «Plattform Bienenzukunft» will nicht die Diskussion über die Gründe des Bienensterbens anfeuern. Vielmehr sollen die Fachleute aus der Praxis zum konkreten Handeln angeregt werden. Als erste Plattform in der Schweiz bietet sie Empfehlungen und umfassendes Hintergrundwissen zur Förderung von Honig- und Wildbienen. Wichtiges Anliegen ist, die Vernetzung unter den verschiedenen Akteuren zu fördern. Keine Selbstverständlichkeit: Zahlreiche Organisationen mit zum Teil unterschiedlichen Interessen haben an der Erarbeitung von Empfehlungen zum Wohl der Bienen mitgewirkt.

Wer hinter dem Projekt steht

Initiant des Projekts ist der Förderfonds Engagement Migros. Er hat Aufbau und Start der Plattform finanziert. Im Sommer 2017 ist die Plattform an eine sich neu bildende Trägerschaft übergeben worden, den Verein BienenZukunft (in Gründung).

Breit abgestützte Erarbeitung

Die Plattform führt das heute verfügbare Praxiswissen zusammen und macht es akteurspezifisch zugänglich. Sie wiederspiegelt den aktuellen Wissensstand, wichtige Entwicklungen, offene Fragen und allfällige unterschiedliche Haltungen. Zu Bereichen, die wenig oder gar nicht dokumentiert sind, wurden zudem eigens Merkblätter entwickelt – auch das in Zusammenarbeit mit den künftigen Anwendern.

Gezielt wurden jene Organisationen, die einen wesentlichen Einfluss auf das Wohl der Bienen haben, eng in die Projektentwicklung eingebunden. Dieses Vorgehen stellt die Anwendbarkeit und Akzeptanz in der Praxis sicher und garantiert zugleich die Unabhängigkeit der Wissensbasis.

Wissenschaftliche Grundlage

Die Inhalte wurden vom wissenschaftlichen Koordinator erarbeitet: Christof Schüepp hat an der Universität Bern zu Bienen doktoriert. Geforscht hat er unter anderem zu Nahrungsangebot und Nistplätzen in der Agrarlandschaft sowie zur Bedeutung von Honig- und Wildbienen für die Bestäubung von Kultur- und Wildpflanzen.

Grundlage für die Empfehlungen der Plattform ist die Ursachen-Wirkungsanalyse. Sie wurde als erster Projektschritt erarbeitet. In einer Übersicht zeigt sie auf, wer was für die Bienen tun kann – und was damit bewirkt wird.

Strategische Begleitung durch Praxisorganisationen

Die Kerngruppe mit Vertreterinnen und Vertretern der Hauptadressaten aus der Praxis begleitete die Projektentwicklung aus Sicht der Nutzer. 

Mitglieder der Kerngruppe
Georg Bregy, Direktor Schweizer Obstverband
Jacqueline Bütikofer, wissenschaftliche Mitarbeiterin WaldSchweiz
Alexandra Cropt, Leiterin Energie und Umwelt Schweizer Bauernverband
Mathias Götti, Verband deutschschweizerischer und rätoromanischer Bienenfreunde
Daniela Hoffmann, Verantwortliche Landwirtschaft und Biodiversität WWF
Deborah Millet, Präsidentin wildBee
Mirjam Sacchelli, Fachspezialistin Nachhaltigkeit Ackerbau Migros-Genossenschafts-Bund
Inge Forster, Verantwortliche Umweltschutz Jardin Suisse, Unternehmerverband Gärtner Schweiz.

Fachliche Überprüfung

Die fachliche Überprüfung der Inhalte oblag dem Fachbeirat, zusammengesetzt aus Expertinnen und Experten zu Honig- und Wildbienen.

Mitglieder des Fachbeirats
Matthias Albrecht, Agroscope
Regula Benz, Verantwortliche Umwelt Landschaft Agridea
Jean-Daniel Charrière, Zentrum für Bienenforschung Agroscope
Anja Ebener, Geschäftsleiterin apiservice gmbh
Lukas Pfiffner, Departement Nutzpflanzenwissenschaften Forschungsinstitut für biologischen Landbau
Claudio Sedivy, Wildbiene + Partner AG
Hans Ramseier, Dozent Pflanzenschutz und ökologischer Ausgleich Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften Bern
Gina Retschnig-Tanner, Institut für Bienengesundheit Universität Bern
Antonia Zurbuchen, unabhängige Expertin.

Wissensaustausch

Neben der Kerngruppe haben viele weitere Interessengruppen und Organisationen das Projekt in einem Sounding Board begleitet und ihre Beiträge, ihr Wissen und ihre Erfahrungen eingebracht.

Koordination

Die Projektentwicklung und der Aufbau der Plattform wurden von der auf Projektkommunikation spezialisierten Agentur Weissgrund AG, Zürich, geleitet und koordiniert. Im Sommer 2017 hat der neue Verein BienenZukunft die Weiterentwicklung übernommen.

Verein BienenZukunft (in Gründung)

Der Verein BienenZukunft wird im Spätsommer 2017 gegründet. Interessierte Organisationen und Privatpersonen können gerne mitwirken - aktiv bei der Gründung oder passiv als Mitglied.

Kontaktadresse
Verein BienenZukunft
Jürg Studer
c/o SPEKTRAmedia
Albisriederstrasse 252
8047 Zürich
Tel. 079 484 06 05
juerg.studer@bienenzukunft.ch
www.bienenzukunft.ch