Gemeint sind...

Personen, die in der Imker-Ausbildung tätig sind.

Empfehlungen für Imker-Ausbildner/innen

Sie sind über die neusten Trends und aktuellen Diskussionen im Imkereiwesen im Bild und pflegen ein Netzwerk zu Imker/innen, Züchter/innen und dem Bienengesundheitsdienst. Ihre Ausbildungstätigkeit hat zum Ziel, die Gesundheit der Honigbienen zu verbessern. Zusätzlich können Sie auch Wissen zu Wildbienen vermitteln.

Imker/innen auf die Bedürfnisse der Wildbienen aufmerksam machen

Empfehlung für Wildbienen

Nicht nur Honigbienen, sondern auch Wildbienen leisten einen unverzichtbaren Beitrag an die Bestäubung von Kultur- und Wildpflanzen. Ein Grossteil der Wildbienenarten der Schweiz ist bedroht. Wissen Imker/innen über die Bedürfnisse der Wildbienen Bescheid, können auch sie zum Erhalt von Wildbienenarten beitragen.

Zeigen Sie Imker/innen und Interessierten die Lebensweisen der Wildbienen und informieren Sie über Massnahmen für Wildbienen, insbesondere bei Landschafts- und Gartengestaltung.

Nennen Sie Massnahmen zur Förderung des Blütenangebots und von Nistplätzen.

Erklären Sie angehenden Imker/innen, dass die Förderung von Wildbienen eine sinnvolle, alternative Beschäftigung zur Honigbienenhaltung sein kann – insbesondere in Regionen mit bereits sehr hoher Dichte an Honigbienen.

> Merkblätter zu Wildbienen im Siedlungsgebiet und zu Bienen in der Landwirtschaft

Empfehlungen für Gärtner/innen
> Blütenreiche Lebensräume schaffen und erhalten
> Nistplätze für Wildbienen schaffen und erhalten
> Kontakt von Bienen mit Pflanzenschutzmitteln und Bioziden vermeiden

Empfehlungen für Landwirt/innen
> Blütenreiche Lebensräume schaffen und erhalten
> Nistplätze für Wildbienen schaffen und erhalten
> Kontakt von Bienen mit Pflanzenschutzmitteln vermeiden
> Bienenfreundliche Mähtechnik und Schnittzeitpunkte wählen

Machen Sie Imker/innen darauf aufmerksam, dass Honigbienenvölker zur Konkurrenz für Wildbienen werden können.

An Standorten mit besonderer Bedeutung für Wildbienen und zu Zeiten mit geringem Nahrungsangebot sollen keine Völker aufgestellt werden. Informieren Sie sich über wichtige Wildbienengebiete in Ihrer Region bei lokalen Umweltorganisationen, beim Amt für Natur des Kantons oder bei der entsprechenden Stelle der Gemeinde.

Es ist noch nicht wissenschaftlich geklärt, wie stark sich die Konkurrenz mit Honigbienen auf die Entwicklung der Wildbienen auswirkt. Vorsicht beim Platzieren von Honigbienenvölkern in wichtigen Lebensräumen der Wildbienen ist jedoch angezeigt.

Über Möglichkeiten zur Vermehrung von Mauerbienen und Hummeln informieren

Empfehlung für Honigbienen
Empfehlung für Wildbienen

Zur Bestäubung von Obstanlagen und Gewächshauskulturen werden Hummeln eingesetzt. Weil es in der Schweiz keine professionelle Vermehrung gibt, werden diese importiert. Dadurch können Krankheiten für Honig- und Wildbienen eingeschleppt und lokal angepasste Hummelpopulationen mit genetisch fremden Tieren aus der Vermehrung überschwemmt werden.

Informieren Sie interessierte Imker/innen über die Möglichkeit, einheimische Hummeln und Mauerbienen zu vermehren und so die Risiken beim Import von Hummeln zu reduzieren.

In Regionen mit bereits vielen Bienenvölkern bietet die Vermehrung von Hummeln und Mauerbienen eine alternative Beschäftigung zur Imkerei. So wird die Dichte an Honigbienen nicht weiter erhöht, und die damit verbundenen Risiken der Krankheitsübertragung und von Nahrungsengpässen werden reduziert.

Informationen zur Dichte von Völkern in Ihrer Region:
> Kantonale Bieneninspektoren