Gemeint sind...

Organisationen, die Naturschutzprojekte und Umweltbildung betreiben.

Empfehlungen für Umweltverbände und -vereine

Sie informieren und sensibilisieren die Öffentlichkeit zu Problemen im Zusammenhang mit Honig- und Wildbienen. Sie entwickeln und unterstützen Projekte zur Förderung der Gesundheit und des Lebensraums von Honig- und Wildbienen und betreiben Fundraising zur Finanzierung solcher Projekte.

Für Wildbienen relevante Lebensräume schützen, aufwerten und pflegen

Empfehlung für Wildbienen

Während einige Wildbienenarten auch in intensiv genutzten Grünflächen leben können, sind viele Arten auf aufgewertete und geschützte Lebensräume angewiesen.

Verschaffen Sie sich einen Überblick über wichtige Lebensräume für Wildbienen.

Wichtige Lebensräume sind zum Beispiel Mager- und Trockenwiesen, ungenutzte Bereiche in Sand-, Kies- und Lehmgruben, natürliche Flussufer und Waldränder.

Definieren Sie zu schützende Objekte. Berücksichtigen Sie spezifische Förderprojekte für bedrohte Wildbienenarten, wenn diese in einer Region existieren.

Kontaktieren Sie das Amt für Natur des Kantons oder die entsprechende Stelle der Gemeinde, um über Förderprojekte in einer Region informiert zu sein.

Stellen Sie sicher, dass Lebensräume wildbienenfördernd genutzt und gepflegt werden: Zum Beispiel sollten Magerwiesen jährlich gemäht und invasive, gebietsfremde Arten bekämpft werden.

Zu den invasiven, gebietsfremden Arten (invasive Neophyten) gehören unter anderem die Kanadische Goldrute, das Drüsige Springkraut, das Schmalblättrige Greisskraut, der Riesenbärenklau oder der japanische Staudenknöterich. Eine vollständige Liste der invasiven Neophyten der Schweiz:
> Neophyten Schweiz
> info flora

Eine korrekte Nutzung und Pflege von Lebensräumen erhöht die Vielfalt von Pflanzen und damit das Nahrungsangebot für Wildbienen.

> Merkblätter zu Bienen in der Landwirtschaft, Wildbienen im Siedlungsgebiet und zur Waldrandaufwertung für Wildbienen

Empfehlungen für Landwirt/innen
> Blütenreiche Lebensräume schaffen und erhalten
> Nistplätze für Wildbienen schaffen und erhalten
> Kontakt von Bienen mit Pflanzenschutzmitteln vermeiden
> Bienenfrendliche Mähtechnik und Schnittzeitpunkte wählen
> Einschlepen von Krankheiten beim Import von Hummelvölkern vermeiden

Empfehlungen für Gärtner/innen
> Blütenreiche Lebensräume schaffen und erhalten
> Nistplätze für Wildbienen schaffen und erhalten
> Kontakt von Bienen mit Pflanzenschutzmitteln und Bioziden vermeiden

Empfehlungen für Verantwortliche Wald
> Blütenangebot am Waldrand und im Wald steigern
> Nistplätze für Wildbienen am Waldrand schaffen und erhalten

Werten Sie Flächen auf, indem Sie für Wildbienen nützliche Wildblumen, Sträucher und Bäume pflanzen.

Ergänzen Sie Flächen mit neuen Niststrukturen für Wildbienen.

Besonders wichtige Nistplätze für Wildbienen sind Holzhaufen aus grösseren, unbehandelten und morschen Holzstücken, Totholz an alten Bäumen, offene Bodenstellen, Sandhaufen, Steinstrukturen und dürre Pflanzenstängel verschiedener Pflanzenarten.

> Merkblätter zu Bienen in der Landwirtschaft, Wildbienen im Siedlungsgebiet und zur Waldrandaufwertung für Wildbienen

Empfehlung für Landwirt/innen
> Nistplätze für Wildbienen schaffen und erhalten

Empfehlung für Gärtner/innen
> Nistplätze für Wildbienen schaffen und erhalten

Empfehlung für Verantwortliche Wald
> Nistplätze für Wildbienen am Waldrand schaffen und erhalten

Informieren Sie betroffene Gemeinden, Imkerverbände und -vereine, wo sich besonders wertvolle Lebensräume für Wildbienen befinden. Empfehlen Sie, dort keine Bienenvölker aufzustellen.

Als Richtwert ist eine Pufferdistanz von 1–2 km einzuhalten.

Es ist noch nicht wissenschaftlich geklärt, wie stark sich die Konkurrenz durch Honigbienen auf die Entwicklung der Wildbienen auswirkt. Vorsicht beim Platzieren von Honigbienenvölkern in wichtigen Lebensräumen der Wildbienen ist jedoch angezeigt.

Erkundigen Sie sich beim Amt für Natur des Kantons oder bei der entsprechenden Stelle der Gemeinde über die Bedeutung verschiedener Lebensräume für Wildbienen.

Die Öffentlichkeit über den Zustand der Honig- und Wildbienen und mögliche Massnahmen informieren

Empfehlung für Honigbienen
Empfehlung für Wildbienen

Die Öffentlichkeit beeinflusst Honig- und Wildbienen – zum Beispiel mit dem Konsum von landwirtschaftlichen Produkten oder mit Eingriffen in die Lebensräume. Sie braucht deshalb die Information zu aktuellen Trends und zu möglichen Massnahmen.

Institutionen sensibilisieren, die Landwirt/innen, Verantwortliche Wald und Gärtner/innen aus- und weiterbilden

Empfehlung für Honigbienen
Empfehlung für Wildbienen

Landwirt/innen, Verantwortliche Wald und Gärtner/innen setzen Massnahmen für Bienen effektiv um, wenn sie das nötige Wissen haben und sensibilisiert sind. Die Massnahmen müssen praxisnah sein und der Betriebslogik entsprechen. Für Berufsgärtner/innen sind vertiefte Kenntnisse zum Thema Bienen zudem notwendig, damit sie ihre Kundinnen und Kunden zu diesem Thema kompetent beraten können.

Zeigen Sie Massnahmen zur Förderung des Blütenangebots auf.

Zeigen Sie Massnahmen zu Aufbau und Erhalt von Nistplätzen für Wildbienen auf.

Thematisieren Sie den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln, Bioziden und behandeltem Saatgut und zeigen Sie auf, wie negative Auswirkungen auf Bienen vermieden werden können.

Bild: Matthias Tschumi

Erklären Sie, mit welcher Mähtechnik und zu welchen Schnittzeitpunkten Bienen geschont werden.

Zeigen Sie die Krankheitsrisiken für Bienen im Zusammenhang mit dem Import von Honigbienen oder Hummeln zur Bestäubung von Obstgärten oder Gewächshauskulturen auf.

Richten Sie sich nach:

Empfehlung für Landwirt/innen
>Einschleppen von Krankheiten beim Import von Hummelvölkern vermeiden